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Landrat und Gewerkschaftsmitglied Müller betonte bei Jubilarfeier Bedeutung der Gewerkschaft – und ihrer treuen Mitglieder

„Sie sind das, was die IG Metall ausmacht“

24.10.2016 I Die Jubilarfeier ist alle Jahre wieder ein besonderes Ereignis für die IG Metall Siegen, wie der Erste Bevollmächtigte Andree Jorgella sagte. Denn sie spiegelt die Stärke der Gewerkschaft, die sie auch aus der Treue ihrer langjährigen Mitglieder zieht. Zehn Mitglieder feiern in diesem Jahr ihr 70-Jahre-Jubiläum, 35 Metallerinnen und Metaller sind für 60 Jahre geehrt worden, und über 100 Mitglieder halten der IG Metall seit 25, 40 oder 50 Jahren die Treue.

Die Jubilarfeier ist alle Jahre wieder ein besonderes Ereignis für die IG Metall Siegen, wie der Erste Bevollmächtigte Andree Jorgella sagte. Denn sie spiegelt die Stärke der Gewerkschaft, die sie auch aus der Treue ihrer langjährigen Mitglieder zieht. Zehn Mitglieder feiern in diesem Jahr ihr 70-Jahre-Jubiläum, 35 Metallerinnen und Metaller sind für 60 Jahre geehrt worden, und über 100 Mitglieder halten der IG Metall seit 25, 40 oder 50 Jahren die Treue.

„Sie sind das, was die IG Metall ausmacht. Sie haben gemeinsam für menschenwürdige Arbeit, für Teilhabe an wirtschaftlichen Erfolgen und für ein Stück Gerechtigkeit gestritten. Deshalb stehen Sie heute im Mittelpunkt“, sagte Festredner Andreas Müller in der voll besetzen Bismarckhalle in Weidenau. Der Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein hat gleich mehrere persönliche Bezüge zur IG Metall Siegen: Er ist selbst Gewerkschaftsmitglied und hat als Sänger von „Tonart“ in der Vergangenheit bereits mehrmals die Jubilarfeier mitgestaltet.

Eine schlagkräftige Interessenvertretung bräuchten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer heute genauso wie bei ihrer Gründung Ende des 19. Jahrhunderts, sagte Müller. Etwa beim Thema Rente: Die Forderung der IG Metall, die Renten wieder an die Löhne und Gehälter anzukoppeln, sei richtig. Normalverdiener dürften nach ihrem Erwerbsleben nicht auf staatliche Transferleistungen angewiesen sein. Auch bei Leiharbeit und Werkverträgen bleibe das Engagement der Gewerkschaften unverzichtbar, um die Ungleichbehandlung von Arbeitnehmern und den Missbrauch dieser Arbeitsformen zu beseitigen. Müller unterschrieb auch das Engagement der IG Metall für die bessere Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben in Zeiten fortschreitender Digitalisierung: „Flexible Arbeitszeiten müssen den Bedürfnissen und Lebensentwürfen der Arbeitnehmer Rechnung tragen“, sagte der Landrat.

Eine Schnittmenge der Gewerkschafts- und der Landratsarbeit, die Müller besonders am Herzen liegt, ist die von ihm initiierte Initiative „Vielfalt und Zusammenhalt für Siegen-Wittgenstein“. Mit ihr wollen Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände, Kultur und Kirchen der Region gemeinsam lösungsorientiert diskutieren, um die Herausforderung gemeinsam zu meistern, die Flüchtlinge und Einwanderer mit sich bringen. Müller lud jede und jeden zur Mitarbeit ein.

Anschließend wurden die Gäste mit einem musikalischen, witzigen und akrobatischen Bühnenprogramm unterhalten. Das gestalteten der Freudenberger Chor „Die Zwaseln“, Bauchredner Markus Magnus und das Bremer Duo „Tante Luise und Herr Kurt“.