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Rund 750 Metallerinnen und Metaller legten in Wittgenstein die Arbeit nieder

Letzte Warnung an die Arbeitgeber

23.01.2018 I Letzte Warnung an die Arbeitgeber vor einer möglicherweise neuen Eskalationsstufe in der Tarifauseinandersetzung der Metall- und Elektroindustrie: Rund 750 Metallerinnen und Metaller aus Wittgensteiner Betrieben machten in der Fest- und Kulturhalle in Bad Berleburg-Berghausen noch einmal sehr deutlich, dass die Arbeitgeber gut beraten sind, ihnen bei ihren Forderungen weiter entgegenzukommen.

Folge auf den heutigen Warnstreiktag keine Einigung, könnte in einzelnen Betrieben das neue Mittel des 24-Stunden-Warnstreiks eingesetzt werden, kündigte Andree Jorgella, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Siegen, an und erntete dafür breite Zustimmung. Er trat falschen Darstellungen der gewerkschaftlichen Forderung seitens der Arbeitgeber entgegen, die beispielsweise kolportieren, sie sollten fürs Nichtstun zahlen. Die Option der zeitweisen Verkürzung der Arbeitszeit sei zur Vereinbarung von Beruf und Familie und für viele ältere Beschäftigte heute unumgänglich und müsse auch im Interesse der Arbeitgeber liegen. „Wir sind nicht mehr in den sechziger Jahren!“ und „Die Arbeitgeber müssen jetzt beweisen, dass sie den Namen Sozialpartner verdienen“, rief er den Beschäftigten zu. Hermann Dickel, Betriebsratsvorsitzender von Busch-Jaeger, wies auf die starke wirtschaftliche Lage der innovativen heimischen Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie hin. Die Interessen der Jugend nach einem freien Tag vor Prüfungen verteidigte der Jugendvorsitzende von Ejot, Joshua Grund.