Auf den Spuren starker Frauen in Siegen

07.09.2026 | Neun Metallerinnen der IG Metall Siegen und IG Metall Olpe begaben sich am 5. September 2026 auf eine besondere Entdeckungstour durch die Siegener Oberstadt. Bei der Stadtführung „Siegens starke Frauen“ standen Frauen im Mittelpunkt, die die Geschichte Siegens über Jahrhunderte hinweg geprägt und gestaltet haben.

Geschichte wird häufig aus einer Perspektive erzählt, in der die Leistungen von Frauen nur am Rande vorkommen. Genau deshalb war die Führung eine spannende Gelegenheit, bekannte und weniger bekannte Biografien kennenzulernen und die Stadt einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Auf dem Rundgang erfuhren die Teilnehmerinnen viel über die Bedeutung von Frauen, die in unterschiedlichen Zeiten und Lebensbereichen Spuren hinterlassen haben. Die Geschichten reichten von Juliane von Stolberg und Anna von Sachsen über Maria Pypelinckx, die Mutter des berühmten Malers Peter Paul Rubens, bis hin zu modernen Persönlichkeiten wie Carmen Klein, Hanna Achenbach-Jünemann und Anna Seel.

Die Geschichten waren abwechslungsreich, inspirierend und teilweise auch nachdenklich stimmend. Sie zeigten, unter welchen Bedingungen Frauen früher gelebt haben, welche Hindernisse sie überwinden mussten und wie sie dennoch Wirkung entfalten konnten. Gleichzeitig wurde deutlich, dass viele ihrer Leistungen lange nicht die Anerkennung erhalten haben, die sie verdient hätten.

Für die Teilnehmerinnen war schnell spürbar: Starke Frauen gab es in Siegen schon immer. Ihre Erfahrungen, ihr Engagement und ihre Erfolge sind ein wichtiger Teil der Stadtgeschichte und verdienen es, sichtbar gemacht zu werden. Gerade für die Gewerkschaftsarbeit ist dieser Blick wichtig, denn Gleichstellung, Teilhabe und Chancengerechtigkeit bleiben aktuelle Themen, für die wir uns gemeinsam einsetzen.

Nach der Führung klang der Nachmittag in entspannter Atmosphäre aus. Bei Kaffee, kühlen Getränken und guten Gesprächen bot sich die Gelegenheit zum Austausch, zum Kennenlernen und zur Vernetzung. Dabei wurde nicht nur über die Eindrücke der Stadtführung gesprochen, sondern auch über aktuelle Themen aus Beruf, Gesellschaft und Gewerkschaft.

Die Veranstaltung hat gezeigt: Geschichte, Gemeinschaft und gute Gespräche gehören zusammen. Wenn Frauen sich vernetzen, Erfahrungen teilen und voneinander lernen, entsteht ein wertvoller Austausch, der weit über einen gemeinsamen Nachmittag hinaus wirkt.

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