Mit Aktionen bei ZF in Kreuztal und EJOT in Bad Berleburg haben am Montag, den 21. September 2026 Hunderte Beschäftigte aus Siegen-Wittgenstein ein klares Signal für die Zukunft der Industrie gesetzt. Unter dem Motto „Zukunft statt Kahlschlag“ beteiligten sie sich am bundesweiten Aktionstag der IG Metall für eine starke Automobilindustrie.
Aktionstag der IG Metall bei ZF in Kreuztal und EJOT in Bad Berleburg
Auch wenn die Betriebe in der Region überwiegend Zulieferer sind, hängen ihre Arbeitsplätze unmittelbar von der Entwicklung der Automobilbranche ab. Bleiben Investitionen aus, werden Produktionskapazitäten verlagert oder Standorte geschlossen, trifft das die gesamte Wertschöpfungskette und damit auch die Beschäftigten in Siegen-Wittgenstein.
„Jetzt ist schnelles Handeln angesagt. Die Arbeitgeber müssen Verantwortung für die Zukunft der Automobilindustrie übernehmen, statt nur auf kurzfristige Rendite zu schauen. Die Beschäftigten und ihre Familien tragen an dieser Krise keine Schuld. Sie haben Sicherheit und klare Perspektiven verdient“, sagt Peter Richter, Kassierer der IG Metall Siegen.
Die IG Metall fordert von Unternehmen und Politik ein gemeinsames Zukunftskonzept für die Industrie. Dazu gehören verlässliche Rahmenbedingungen für die Transformation, wettbewerbsfähige Energiekosten sowie eine Industriepolitik, die Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland und Europa sichert. Denn nur eine starke Automobilindustrie bietet auch den vielen Zulieferbetrieben eine verlässliche Perspektive.
Gleichzeitig macht die Gewerkschaft deutlich, dass industrielle Veränderungen nicht zulasten der Beschäftigten gehen dürfen. Deshalb setzt sie sich weiterhin für die Altersteilzeit im Blockmodell sowie den Erhalt der Rente für langjährig Versicherte nach 45 Beitragsjahren ein.
Bundesweit beteiligten sich mehr als 100.000 Beschäftigte an dem Aktionstag. Ob vor Werkstoren, in Betriebsversammlungen oder bei Kundgebungen: Die Botschaft war überall dieselbe. Die Transformation der Industrie kann nur gelingen, wenn Arbeitsplätze gesichert und industrielle Wertschöpfung in Deutschland erhalten bleiben.
Klare Botschaft aus Siegen-Wittgenstein
Die Beschäftigten bei ZF und EJOT haben deutlich gemacht: Eine starke Automobilindustrie und starke Zulieferer gehören zusammen. Wer industrielle Arbeitsplätze sichern will, muss die gesamte Wertschöpfungskette stärken und den Menschen eine verlässliche Perspektive geben.
Mit dieser Kraft im Rücken mobilisiert die IG Metall nun für den Aktionstag für einen starken Sozialstaat am 26. September in Essen.